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Schmidtke bricht ihren deutschen Rekord

[15. Dezember 2017, 14:40 | Kein Kommentar] by

Aliena Schmidtke
Foto : Jo Kleindl

Von Daniel Hübner

Kopenhagen | 1:48 Stunden blieben Aliena Schmidtke am gestrigen Donnerstag zwischen ihrem Halbfinale und ihrem Finale über 50 Meter Schmetterling bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Kopenhagen (Dänemark). In dieser Kürze der Zeit, erklärte die 25-Jährige vom SCM, musste sie „ausschwimmen, regenerieren und ,feddich‘“. Und hoffen, „dass es im Endlauf noch schneller geht“.

Und es ging schneller. Nach dem Semifinale brach Schmidtke zum zweiten Mal an diesem Tag ihren deutschen Rekord: Nach 25,49 Sekunden schlug die Forschungsassistentin an der Universität in Columbus (USA) an. Trotzdem blieb nur der undankbare vierte Rang beim Sieg der Niederländerin Ranomi Kromowidjojo (24,78). Schmidtke fehlten lediglich drei Hundertstel zu Bronze. So richtig freuen konnte sie sich über ihren Rekord deshalb nicht. „Aber ich kann mit meinem Rennen zufrieden sein“, sagte sie.

Ihr Clubgefährte Florian Wellbrock hat es indes ins Finale über 1500 Meter Freistil geschafft. Und er hat sich dabei gequält. „Prinzipiell war es ja das Ziel, in den Endlauf zu kommen“, sagte der 20-Jährige nach seinem Vorlauf in 14:41,18 Minuten, „aber während viele der anderen Jungs noch mit angezogener Handbremse geschwommen sind, musste ich alles geben.“ Wellbrock hatte die eigene Gesundheit in der Nacht zuvor einen bösen Streich gespielt. „Ich war fiebrig und habe mich entsprechend auch gefühlt. Das Rennen war also auch mäßig.“ Oder wie es sein Trainer Bernd Berkhahn formulierte: „Es lief nicht rund.“

8. Platz

Dennoch reichte es zum achten Platz im Feld der 23 Starter und damit zum Finale, das heute um 18.31 Uhr gestartet wird. Eine Dreiviertelstunde zuvor will die Magdeburgerin Franziska Hentke zur Titelverteidigung über 200 Meter Schmetterling ins Becken springen.

Die erste EM-Medaille für die Deutschen gewann Marco Koch (Darmstadt). Der 27-Jährige sicherte sich Silber über 200 Meter Brust beim Sieg von Kirill Prigoda (Russland/2:01,11) in 2:01,52 Minuten. Ebenfalls Silber holte Philipp Heintz (Heidelberg) über 400 Meter Lagen in 4:03,16 Minuten. Es gewann der Ungar Peter Bernek (3:59,47). Sarah Köhler (Frankfurt) kraulte über 800 Meter Freistil mit deutschem Rekord (8:10,65) zum Titel. Und Marius Kusch (Hannover) erzielte Rang drei über 100 Meter Schmetterling (50,01 sec) beim Sieg von Matteo Rivolta (Italien/49,93).

Die Mixed-Staffel über 4×50 Meter Lagen erreichte zum Abschluss des Tages Rang vier – mit Aliena Schmidtke. Zwischen diesem und ihrem Finale über 50 Meter Schmetterling lagen gerade mal zehn Minuten. Da hatte sie allenfalls dreimal durchgeschnauft.

Quelle : volksstimme.de